Im Spätsommer 1941 rückte der Zollgrenzschutz aus dem San-Abschnitt im Generalgouvernement in das Reichskommissariat Ukraine, wobei das Oberfinanzpräsidium Troppau die Aufsicht übernahm. Neben zöllnerischen Aufgaben waren vor allem Spionage, Sabotage etc. zu verhindern.
Aufgrund der Personalknappheit wurden ab Oktober 1942 ukrainische Hilfswillige und im Sommer von der Wehrmacht Soldaten der Wolga-tatarischen Legion übernommen. Im Herbst 1943 musste das Bezirkszollkommissariat Nikolajew an die Front geschickt werden, um die eingedrückten Stellungen zu halten. Gute Dienste leistete ab Oktober 1943 das Zollflugzeug Zoll I, eine Fieseler Fi 156 Fieseler Storch. Ab Dezember 1943 nahm die Partisanentätigkeit wegen der näherrückenden Front stark zu, gleichzeitig kam es zu einer besseren Ausrüstung mit Maschinenwaffen. Ab 01.01.1944 übernahm der Zollgrenzschutz Ukraine zusätzlich die Kontrolle der Wehrmachtsangehörigen, um dabei Versprengte und Fahnenflüchtige aufzufangen. Ab März 1944 war der ZGS Ukraine wegen dem allgemeinen Rückzug nicht mehr nötig, wurde zurückgenommen und in Oberschlesien gesammelt, wobei es zu hohen Verlusten kam.
Dienststellen
• Verbindungsbeamter / Hauptbefehlsstelle in Rowno (Riwne) / Poltawa
• Befehlsstelle Kamenez-Podolsk (Kamjanez-Podilskyj)
• Befehlsstelle Nikolajew (Mykolajiw)
• Befehlsstelle Winniza (Winnyzja)
• Kraftfahrzeugwerkstatt in Kamenez-Podolsk (Kamjanez-Podilskyj)




